Aktivierung

Berufsbild
Aktivierung unterstützt, erhält und fördert die körperlichen, geistigen und sozialen Fähigkeiten von betagten oder behinderten Menschen. Mit verschiedenen Methoden unterstützen Aktivierungsfachfrauen / Aktivierungsfachmänner ihre Klientinnen und Klienten eigene Interessen und Talente aktiv zu nutzen. Aktivierung leistet so einen wichtigen Beitrag zu mehr Lebensqualität und Gesundheit; sie bietet den Klientinnen und Klienten die Möglichkeit, sich mit der Gemeinschaft und der Umwelt auseinander zu setzen und ihre Lebenssituation aktiv mitzugestalten.
Aktivierungsfachfrauen/Aktivierungsfachmänner sorgen zusammen mit dem Pflege- und Betreuungspersonal für eine ganzheitliche Betreuung der Menschen in Alters-, Pflege-, Kanken- und Behindertenheimen sowie in teilstationären Institutionen und ambulaten Diensten des Gesundheitswesens.
Aufgaben
Zum Aufgabenbereich von Aktivierungsfachfrauen / Aktivierungsfachmänner gehören:
- Ausarbeiten eines geeigneten Aktivierungsangebots für die Institution
- Planen, Durchführen, Reflektieren und Dokumentieren von Aktivierungstherapien für Einzelne und Gruppen
- Gespräche mit Klientinnen und Klienten sowie deren Angehörigen
- Teilnahme an Fallbesprechungen im interprofessionellen Team
- Anleitung und Beratung von Pflegepersonal und Freiwilligen hinsichtlich aktivierender Alltagsgestaltung
- Organisaiton von Anlässen (Feste, Ausflüge, Theateraufführungen, Konzerte usw.
Aufstiegs- und Entwicklungsmöglichkeiten
- Leitung des ganzen Bereichs Aktivierung
- Funktion in der Ausbildung /(zB. Praxisverantwortliche in der Institution, Praxisexpertin/Praxisexperte, Dozentin/Dozent, Praxisberaterin / Praxisberater
Anforderungen
Schulische und persönliche Voraussetzungen
Eine Aufnahme am medi I Zentrum für medizinische Bildung, Aktivierung HF setzt folgende Qualifikationen voraus:
- abgeschlossene Ausbildung auf der Sekundarstufe II (Gymnasium, Fachmittelschule, Berufsmaturitätsschule oder mindestens 3-jährige Berufsausbildung)
- Pflegepraktikum von einem bis zu drei Monaten im Geriatriebereich, wenn noch keine oder wenig Erfahrung im Haupt-Einsatzbereich der Aktivierung besteht.
- Anstellungsvertrag mit einer anerkannten Ausbildungsinstitution (50%) als «Aktivierungsfachfrau/Aktivierungsfachmann in Ausbildung»
- Bereitschaft zur persönlichen und fachlichen Weiterentwicklung
- Geduld und Freude im Umgang mit betagten und behinderten Menschen
- hohe Selbst- Sozialkompetenz
Aufnahmeverfahren
Bewerberinnen und Bewerber absolvieren ein mehrstufiges Aufnahmeverfahren:
- Informationsveranstaltung
- Einreichen der Anmeldeunterlagen (Formulare werden an der Informationsveranstaltung abgegeben)
- theoretische Aufnahmeprüfung
- praktische Aufnahmeprüfung
- Aufnahmeentscheid
Ein positiver Aufnahmeentscheid berechtigt zum Eintritt in den nächsten Ausbildungsgang.
AUSBILDUNG
Die 3-jährige berufsbegleitende Ausbildung beginnt jeweils im August; Schulort ist Bern. Die Ausbildung besteht aus Unterricht, Selbststudium und praktischer Arbeit in zwei unterschiedlichen Arbeitsbereichen. Diese praktische Arbeit wird jedes Semester qualifiziert. Im Unterricht wird eine breite Palette von allgemeinbildenden und berufsspezifischen Fächern unterrichtet.
Allgemeine Fächer
z.B. Neuropsychologie, Gerontologie, Psychiatrie, Interdisziplinäre Zusammenarbeit, Führung/Management.
Berufsspezifische Fächer
z.B. Methodik der Aktivierungstherapie, Basale Stimulation, Biografiearbeit, Bewegung, Musik.
1. Studienjahr
Schwerpunkt: Aktivierende Alltagsgestaltung und Aktivierungstherapie mit Einzelpersonen.
4 Blockwochen im ersten und 2 Blockwochen im zweiten Semester.
2. Studienjahr
Schwerpunkt Aktivierende Alltagsgestaltung und Aktivierungstherapie in Gruppen.
2 Blockwochen im dritten und 2 Blockwochen im vierten Semester.
3. Studienjahr
Schwerpunkt: Verantwortung für die aktivierende Alltagsgestaltung und Aktivierungstherapie mit Einzelnen und Gruppen. Fach- und Führungsverantwortung gemäss institutionellem Bedarf.
2 Blockwochen im fünften und 2 Blockwochen im sechsten Semester.
Ausbildungszeiten
Unterricht: 2 fixe Schultage pro Woche sowie Blockwochen.
Praktische Arbeit: Die Arbeitszeiten und die Ferienregelung werden zwischen den Ausbildungsinstitutionen und den Auszubildenden vereinbart.
Diplom
Absolventinnen und Absolventen erlangen mit dem Diplom den kantonal (ab 2011 eidgenössisch) anerkannten Titel Dipl. Aktivierungsfachfrau HF/ Dipl. Aktivierungsfachmann HF.
Kosten
Die Trägerschaft vom medi I Zentrum für medizinische Bildung, Bildungsgang Aktivierung HF ist eine vom Kanton Bern subventionierte Stiftung.
Bei Auszubildenden mit Wohnsitz in den Kantonen BE, AG, AR, BS, BL, LU, FR, GL, NW, OW, TG, SO, SG, SZ, TI, UR und ZG wird eine Schulgebühr von CHF 1'200.– pro Ausbildungsjahr erhoben.
Auszubildende mit Wohnsitz in anderen Kantonen leisten einen
Beitrag von CHF 14'200.– pro Ausbildungsjahr.
Nebenkosten
Zulasten der Auszubildenden gehen:
- Kosten des Aufnahmeverfahrens: CHF 350.–
- Fachliteratur, Unterrichtsmaterial sowie Verpflegung und Unterkunft bei der auswärtigen Blockwoche: ca. CHF 2000.–
Entlöhnung
Die Entlöhnung während der Ausbildung wird zwischen den Ausbildungsinstitutionen und den Auszubildenden vereinbart. Bei einer 50%-Anstellung bewegt sie sich in der Regel zwischen CHF 1‘000.– und CHF 2‘000.–.
Ausbildungsteam
Der Lehrkörper besteht aus:
– Klassenverantwortlichen
– Dozentinnen und Dozenten
Die obgenannten sind ausgewiesene Fachkräfte mit langjähriger Berufserfahrung und pädagogischer Ausbildung.
Weitere Informationen
Das Schulsekretariat gibt gerne weitere Auskünfte. Zudem finden regelmässig Informationsveranstaltungen statt.
Daten der Informationsveranstaltungen sowie Möglichkeiten zur Online-Anmeldung finden sie auf dieser Website unter Infoveranstaltungen.
Adresse
medi I Zentrum für medizinische Bildung
Aktivierung HF
Max-Daetwyler-Platz 2 I 3014 Bern
T 031 537 31 10 I F 031 537 31 32





