medi | Zentrum für medizinische Bildung

Massnahmen zum Eindämmen des Coronavirus

30.03.2020

Der Bundesrat hat die ausserordentliche Lage gemäss Art. 7 des Epidemiegesetzes erklärt und verschärfte Massnahmen bis zum 19. April ausgesprochen. Diese haben in der ganzen Schweiz Gültigkeit. Die getroffenen Massnahmen sind wie folgt:

  • Die schulischen Aktivitäten im medi werden bis auf weiteres ausgesetzt. Das bedeutet, dass ab Montag, 16. März 2020 keine Veranstaltungen oder persönlichen Kurse mehr bei medi stattfinden. Dies gilt auch für die Weiterbildung. An den Tagen, an denen sie Unterricht in der medi haben, müssen die Studenten zu Hause bleiben. 
  • Es gilt ein verschärftes Versammlungsverbot. Mehr als 5 Personen dürfen sich im öffentlichen Raum nicht mehr zusammen aufhalten. Dies gilt grundsätzlich auch am Arbeitsplatz. Wir halten uns nach Möglichkeit an diese Vorgaben.
  • Das Gebäude medi ist ab Montag, 30. März bis auf weiteres auch tagsüber geschlossen. Zugänglich bleibt es per Badge oder Zutrittscode.
  • Einberufung von Studierende, die an der Schule wären: Momentan gilt immer noch der Grundsatz "Ausbildung geht vor Arbeitseinsatz". Da absehbar ist, dass die Praxis für diese Studierenden Bedarf anmelden wird, wenn sich die Situation im Gesundheitswesen verschärft, bereitet das GSI in Zusammenarbeit mit der OdA G eine Plattform vor, auf der die entsprechenden Studierenden registriert und aufgeführt würden. Die Gesundheitsinstitutionen, die Bedarf haben, können sich dann bei den in Frage kommenden Studierenden melden und sie bei sich einsetzen. Diese Plattform kommt jedoch erst zum tragen, wenn aus der Praxis ein Notstand gemeldet wird. Das GSI wird dann eine entsprechende Verfügung erlassen. Momentan ist gemäss Rückmeldungen aus der Praxis noch kein Notstand vorhanden.
  • Während der ausgefallenen Schultage werden die Schülerinnen und Schüler von den Lehrerinnen und Lehrern elektronisch (educanet, mail, whatsapp group) kontaktiert. Soweit möglich, erhalten die Studierenden Aufträge zum Unterrichten von Fächern im Sinne eines Fernunterrichts für individuelles Lernen. Der Kontakt mit den Studierenden wird auch elektronisch hergestellt. Dies gilt auch für unsere Zeitarbeitnehmer. Der geplante Unterricht soll nach Möglichkeit im Rahmen des Fernunterrichts erteilt werden. Die einzelnen Vertragspartner werden auch für die geleisteten Lektionen entschädigt. Für weitere Einzelheiten werden sich die Kursleiter mit Ihnen in Verbindung setzen. 
  • Während der stornierten Kurstage und wenn die Studenten zu Hause sind, besteht keine Verpflichtung ihrerseits, in der Praktikumsfirma zu arbeiten. Diese Tage werden als Schultage und nicht als Praktikumstage betrachtet. Wenn Studenten Anfragen für Aufträge von der Firma erhalten, können sie diese Anfragen individuell annehmen oder ablehnen. Wenn der Ausnahmezustand allgemein ausgerufen würde, könnte sich diese Möglichkeit der freiwilligen Tätigkeit ändern. Dies wird auch öffentlich kommuniziert werden.
  • Der Grundsatz "Ausbildung vor Arbeitseinsatz" gilt bereits jetzt für die RS nicht mehr. Das KAZA (Kantonsarztamt) hat diesen Grundsatz ausser Kraft gesetzt und den Rettungsdiensten des Kantons Bern erlaubt, Studierende des BG RS medi ab sofort zu 100% in den Rettungsdiensten einzusetzen. Dadurch ist es für uns natürlich nicht mehr möglich, den Schulbetrieb auch für die ausserkantonalen RS'ler aufrechtzuerhalten.
    Wie wir damit umgehen das heisst, ob es dabei nach der Krise zu einer Ausbildungsverlängerung kommt, wie verpasster Schulstoff nachgeholt werden muss etc. werden wir erst nach Rückkehr zur Normalität festlegen können. Es ist aber davon auszugehen, dass wir grosszügige Lösungen anstreben werden. Dies gilt übrigens für alle Bildungsgänge. Über erforderliche Massnahmen mit den Studierenden werden wir erst nach der Krise entscheiden können.
  • Meldung bei Erkrankung mit Coronavirus: Im Falle eines positiven Testergebnisses mit dem Coronavirus sind Mitarbeitende und Studierende gehalten, dies mitzuteilen. Im Moment sind beim medi keine Corona-Erkrankungen bekannt.
  • Das Verbot für von Prüfungen, die mit physischer Präsenz durchgeführt werden müssen, hat auch Auswirkungen auf die Eignungsabklärungen, bei denen Eignungstests und/Eignungsgespräche notwendig sind. Diese werden bis auf weiteres so nicht mehr durchgeführt. Eignungsgespräche können auch telefonisch durchgeführt werden und Aufnahmen vereinfacht vorgenommen werden.
  • Das Bistro wird ab Montag, 23. März bis voraussichtlich 20. April 2020 geschlossen. 
  • Diese Massnahmen werden vorerst bis zum 19. April 2020 getroffen. Ich werde Sie über die Anpassungen und Änderungen informieren.
  • Zur Erinnerung: Die vom BAG und der kantonalen Arztpraxis veröffentlichten allgemeinen Empfehlungen sind nach wie vor gültig.

 

Freundliche Grüsse

Peter Berger
Direktor